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Die verschiedenen Pumpenmodelle

Pumpenmodelle

Wir arbeiten mit mehreren Herstellern zusammen, benutzen aber nur Systeme, die wir intensiv kennen und beherrschen und Ihnen auch empfehlen können. Dazu gehören die Medtronic-Pumpen, Paradigm, VEO, 640G, 670G, Accu-Chek Combo, Insight,Mylife Ypso-pump, Omnipod, Dana Diabcare RS, Medtrum A6.

 

Eine Insulinpumpe wird überwiegend nur von Typ-1-Diabetiker benutzt. Sie erfordern eine internsive Außeinandersetzung mit der Materie und sind für Menschen, die hoffen, der Diabetes lasse sich damit quasi automatisch regeln ohne intensive Auseinandersetzung mit der Materie, sicher nicht geeignet.

Wir führen spezielle Kurse zur Insulinpumpenbenhandlung durch. Vor der Entscheidung ob eine Pumpenbehandlung überhaupt in Frage kommt bieten wir passenen Infostunden an. In diesen kömnen sie die verschiedenen Modelle "in die Hand nehmen", die Besonderheiten wie mit und ohne Schlauch, die Handhabungen und Besonderheiten und Möglichkeiten der gebräuchlichen Systeme und die Kompatibilität mit CGM-Systemen, ggf. die Erweiterungsmöglichkeiten wie Loop-Optionen und Perpektiven in der Gruppe diskutieren.

Es gibt Insulinpumpen, die möglichst einfach zu bedienen sind. Daneben gibt es Pumpen ohne Schlauch, sogenannte Patchpumpen.

Andere Pumpen kommunizieren mit einem CGM-System und können die Insulinzufuhr bei drohender Unterzuckerung selbstständig unterbrechen.

Auch eine Pumpe, die neben einer Hypoanschaltung m Automodus bei erhöhten Werten die Insulinzufuhr steigert, ist mittlerweile verfügbar.

Ev. kommen auch Pumpen, die in Kombination mit CGM und Handy über Algorythmen miteinander kommunizieren, sogenannte APS (Artifiziell pancreasSysteme) auch (hybrid)-loop-Systeme genannt in Betracht. Zumindest sind Insulinpumpen, die solche Optionen bieten zu überlegen. (dies erfordert allerdings einen hohen Aufwand, der zur Zeit nur DIY (do it yourself) zu bewerkstelligen ist.)

Die Diskussion dieser Optionen sprengt allerdings regelhaft den Rahmen einer jeden Sprechstunde. Deshalb haben wir dies in Infostuden und spezielle Kurse gefasst in denen solchen solche spezielle Fragen mit erfahrenen Diabetesberaterinnen erörtert werden können. Unsere Diabetesberaterinnen helfen konkret auch bei der Beantragung.

Die Vorraussetzung für einen positiven Bescheid der Krankenkassen und des MDK (Medizinsichen Dienst der Krankenkasse) sind eine gute Dokumentation der Werte, gute Kenntnisse der internsivierten Diabetesbehandlung (ICT) (relativ aktuell durchgeführter Diabeteskurs) und weitere Erfüllung der Kriterien. Dies kann insgesamt mehrere Monate dauern.

 

Dana-RS

Dana-RS

Dana-RS-anthrazit

Die Dana-RS ist die Weiterentwicklung der Dana-R und IIS-Pumpe. Es ist die erste Pumpe mit guter Remote-Funktion, die komplett per App steuerbar ist, der Dana-Ap, mit Android und IOS Bluetooth Low Energy (BLE).

Sie ist klein (92 x 45 x 20 mm (inkl. Reservoirkappe))  und leicht, 62 g (inkl. Batterie), das Reservoir fasst 300IE beliebiges Insulin. Die Dana-RS ist Spritzwassergeschützt. Sie hat 4 Basalraten mit 0,1 l.E./h und 0,01 l.E./h-Stufen bei std. Basalrateneinstellung.

Die Bolus sind gut abgestuft von 0,05 l.E.bis 1,0 l.E mit den üblichen Bolusarten und Boluskaltulator, daneben sind individuelle Boli einstellbar mit Erinnerungsmöglichkeit

Es gibt 21 verschiedene Menü-Sprachen, 3000 Ereignisse können gespeichert werden.

Die 3,6V Batterie soll 3-4- Wochen halten, aber in Deutschland weniger gebräuchlich.

Als Katheter gehen die Orbit Katheter, Easy release,  bzw. alle Katheter mit LuerSystem

Medtronic 640

640 G

Die640G mit CGM und Contour-link Minimed 640G ist die aktuelle Pumpe von Medtronic mit der Option mit einer kontinuierlichen Glukosemessung (CGMS) zu kommunizieren und eine automatischen Schutz gegen Hypoglykämien zu etablieren,die Sogenannte  Smart guide-Technologie. Das Reservoir fasst 300IE beliebiges schnelles Insulin.

Sie ist wasserdicht bzw. spritzwassegeschützt, hat mehrere Basalrate, die sehr fein bis zu 0,025E/Stiunde angepasst werden könnenn und kennt verschiedene Bolusaarten.  Das Display hat eine Vollfarbanzeige mit individueller Helligkeitsanpassung. Das Bolustempo kann eingestellt werden – von „langsam“ bis „schnell“. Der Speicher zur Aufzeichnung von Insulingaben, Blutzucker-Messwerten, Alarmen  wurde erweitert, ereignismarker sind einstellbar. Die Alarmeinstellungen sind wählbar (Lautstärke – akustisch oder Vibration).     

Das Blutzucker-Messgerät CONTOUR NEXT LINK 2.4 kann in Kombination mit der MiniMed 640G genutzt werden. Es überträgt die Werte direkt an die Insulinpumpe – als Grundlage für den Bolusrechner BolusExpert. Die Bolusabgabe ist per Knopfdruck auch über das Messgerät möglich.

Es können nur Infusionssets von Minnimed benutzt werden, das sie keinen Luer.-Anschluß hat.

Sie wird mit einer normalen AA-Lithium-Batterie betrieben.

Erweiterungen der Medtronic-Pumpen

Die mesiten älteren Medtronic Pumpen wie Veo, Pardigm können mit einem Einplatinencmputer (Riley link) zu einem Open AP-System und auch mit IOS asusgebaut werden. Die Programmierung in IOS geht über Xcode und Loop.

Auch fertige System können manchmal noch bestellt werden.

Möglichkeiten die Minimed Veo anzusteuern finden Sie hier.

 

Medtronic 670

Medtronic 670

Medtronic 670GNun (9-19) gibt es endlich die lang ersehnte Medtronic 670G in Deutschland auf Rezept. Es ist ein sogenanntes Hybrid-Close-Loop -System. Der Enlite 3 Sensor (CGM-System) kann im Auto-Modus über zu definierenden einen Algorhythmus die Insulinabgabe der Pumpe steuern und bis auf unlogische Extremzustände den Blutzucker in einem möglichst engen Bereich auf minimal 120 einstellen. Dadurch ist die 670 leider wegen sicherheitstechinischer Gründe nicht für Schwangere geeignet. Es wird empfohlen, das Gerät 4x tgl. zu kallibirieren, also den Blutzucker kapilläer mit einem speziellem Blutzuckermessgerät (Bayer Contour link) zu bestimmen. Dieser muss mind. alle 12 Stunden, ggf öfter zu bestimmen. Sonst ist der Automodus nicht ausführbar. Und das Gerät finktioniert dann wie die Medtornic 640 "nur" mit automatischer Hypoabschaltung.

Die Handhabung der Medtronic 670 ist dermaßen vielseitig, das wir die Beantragung des Gerätes erst nach einer speziellen ausführlichen Beratung beginnen. In dieser Beratung wird die interessenten intensiv in der Handhabung des 760-er, ihrer vieler Vorteile, aber auch des hohen Aufwands,  aufgeklärt. Erst danach beginnen wir mit den Formalitäten und Bestellungen. Es passent geht die 670 nicht.

Für ungeduldige Menschen, die hoffen die 670 gehe automatisch und stelle den Zucker ohne Aufwand quasi nebenbei ein, ist das System sicher nicht geeignet.  Es erfordert mehr Mitarbeit und Zeit als eine "einfache" Pumpe und ist technisch hochkomplex.  Zum Beispiel müssen KE (BE)-Faktoren und Korrekturalgorythmen sicher beherscht, laufend überprüft und angepasst  werden. Man kann diese Pumpe nicht einfach laufen lassen. Andererseits ist dieses System das kommerziell am weitesten fortgeschrittene System. Bin gespannt, ob es sich gegenüber den Loop-Möglichkeiten durchsetzen kann.

Accu-Chek Inside

Accu-chek inside

Accheck Inside mit BedienlementDie Inside ist eine bewährte Pumpe, leider nur mit vorgefertigtem Insulinreservoir mit Novorapid Pumpcard, die nur 160I.E Insulin enthalten und damit nur für Menschen mit niedrigem Insulinbedarf geeignet sind. Sie kann direkt oder von einem dazugewhörigen Diabetesmanager gesteuert und ausgelesen werden.

 

Für eine eingeschweßte Urlaubspumpe verlangt Roche 120€ Leihgebühr, auch bei Nichtbenutzung.

Erweiterungen für Accu chek Pumpen

Eine ältere, noch gebräuchliche Pumpe die Accu-Chek Combo kann erweitert werden mit APS. Die Pumpe kann von der App xdrip+ mit Hilfe der Zusatzapp Ruffy, s. auch hier angesteuert werden.

Eine Kombinationsmöglichkeit der Comvo mit APS gibt es hier.

Auf einer großen Diabetes-Technik-Messe dem ADDT2018 in Wien verkündete die Firma Roche,das Sie zukünftig die Open Protokolls Initiative der JDRF unterstützen will und damit Schnittstellen öffnen werde. Das war eine Sensation in der Diabeteswelt.

Omnipod

Omnipod

Omnipod mit PDMDer Omnipod ist eine sogenannte Patch-Pumpe ohne Katheter. sie fasst ein Reservoir von 200E, muss alle 3 Tage gewechselt  werden und kann nur mit einem PDM ferngesteuert werden.

 

In der nächsten Version, die ev. 2019 kommt, plant die Firma eine ZUusammenarbeit mit dem CGM System Dexcom 6.

Erweiterung für den Omnipod

Leider ist die Schnittstelle für den PDM bzw. den Pod nicht freigegeben.

Angeblich soll die nächste Generation Omnipod mit dem Dexom 6-CGM System zusammenarbeiten (Stand 18-10)

Medtrum

Medtrum

Medtrum G6+C6

Die Medtrum ist eine neue Patchpumpe mit PDM und CGMS aus einer Hand. Sie Ist völlig wasserdicht und wird über ein PDM gesteuert. Das Reservoir erfasst 200.IE beliebiges Insulin, wie alle Patchpumpen. Der Batterieteil kann separat getrennt werden .Ideal in Kombination mit eigenem CGM-System C6. Das CGMS ist in Deutschland noch nicht zugelassen (Stand: September 2018).

Mylife YpsoPump

Mylife YpsoPump

Mylife YpsoPump Die Ypsopump kommt mit der Absicht, eine einfach zu bedienende Katheterpumpe mit Touchscreen auf den Markt zu bringen.

Das Reservour benutzt vorgefertigte Novorapid Pumpcards , kann aber auch mit anderen  Insulinen selbst befüllt werden mit 160 IE Inhalt. Gewicht 83 Gr. komplett gefüllt. Maße: 7,8 cm × 4,6 cm × 1,6 cm. Die verschiedenen Boli können in Schritten 0,1 U, 0,5 U, 1,0 U und 2,0 U abgegeben werden. Die nur 2 Basalraten können im Schritten con 0 - 40E/St gegebn werden. Die Pumpe kann per Bluetooth die Daten auf Computer oder App weitergeben. Eine Remotefunktion ist noch nicht vorhanden. Die YpsoPumpe arbeitet zusammen mit den YpsomedKathetern. 

Next Generation

Zur Zeit (2019) überschlagen sich die Entwicklungen: Neue , sehr interessante Pumpen mit CGM, die besser kommunizieren werden hoffentlich bald kommen,

Z.B. die niederländische Kaleido-Pumpe, der Firma ViCentral, die als Hybrid-AID-System geplant ist. Nur der Mahlzeitenbolus und Sportaktivitäten müssennoch manuell eingegeben werden. Sie hat einen selbstlernenden Algorithmus zur Basalrateneinstellung, der auf verschiedene Bedürfnisse wie Hypovermeidung variabel angepasst weden kann. Der Algorhytmus hierzu kommt von der französischen Firma Diabeloop unter dem Namen DBGL1 und arbeitet mit dem Dexcom6 CGM-System zusammen. Aus Sicherheitsgründen gehen die Daten auf ein eigenes Device und nicht auf das Smartphone, Hierdurch werden Akkuprobleme und Probleme mit Smartphoneupdates und "Hacken" der Software vermieden.  Der Algotytmus wird auch für andere System entwickelt.

Die könnte die Pumpe der Zukunft werden.

Auch die Tandem X:Slim Pumpe, die mit dem Dexcom 6 CGM zusammenarbeitet, sieht sehr interessant aus. Es gibt allerdings Schwierigkeiten mit der weiteren Entwicklung. ob die Firma die Aussdauer und die finanzielle Stärke hat, die hohen Zulassungshürden zu überwinden ist noch fraglich (Stand: 19-11).

Ebenfalls die Cellnovo hatte großes Potential. Zieht sich allerdings vom Markt zurück (11-19)

Die Pumpen überwinden mühelos die Frage, ob Patch-Pumpe oder Schlauchpumpe besser geeignet sind. sie sind Schlachpumpe mit ganz kurzen Kathteter, so das Si die Vorzüge beider Systeme vereinigen.

Indikation zur Pumpe

Für wen ist eine Insulinpumpe geeignet?

Die insulinpumpentherapie ist teuer und technisch aufwendig und wird von Krankenkassen nach Stellung eines individuellen Antrag genehmigt bei folgenden Indikationen für Typ-1-Diabetiker

  • bei Kindern (fast Standart)
  • vor und währen einer Schwangerschaft
  • bei ausgeprägtem Morgenannstieg der BZ-Werte (Dawn-Phänomen)
  • Bei ausgepräger Hypoglykämieneigung
  • bei ausgeprägter sportlichen Tätigkeiten
  • ....

aus beruflichen Gründen

  • täglich wechselnden Arbeitsplätzen
  • beruflichen Autofahren
  • Schichtarbeit, bes. mit Nachtdiensten
  • ....

Weitere Vorraussetzungen für die Genehmigung sind

  • eine zuverlässige, ergelmäßige Selbstkontrolle. es müssen für 3 Monate lang die Bz-Werte und die Insulindosen vergelegt werden.
  • eine kürzliche durch geführte ICT-Schulung.
  • eine Insulinpumpenschulung sollte begonnen sein.

Bei den meisten Kassen und deren angegliederten MDK, dem Medizinischen Dienst der Krankenkasse, ist das Zulassungsverfahren nicht immer objektiv nachvollziehbar. So werden von den Kassen eine 3-monatige überkorrekte Führung eines Diabetikertagebuchs verlangt. Wenn darin Etwas fehlt wird der Antrag aus formalen Gründen abgelehnt.  Diabetikertagebücher werden heutzutage im digitalen Zeitalter von jungen Menschen selten geführt.

Mit der Barmer-GEK haben wir einen Sondervertrag.  Als Diabetologikum DDG mit hohen diabetesspezifischen Qualitätsstandarts gibt es ein vereinfachtes Antragverfahren. Es genügt ein Rezept, wenn wir die Indikation zu einer Pumpembehandlung gestellt haben.

 

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