Insulinpumpen
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Indikation zur Insulinpumpenbehandlung

Indikation zur Pumpenbehandlung

Für wen ist eine Insulinpumpe geeignet?

Die insulinpumpentherapie ist teuer und technisch aufwendig und wird von Krankenkassen nach Stellung eines individuellen Antrag genehmigt bei folgenden Indikationen für Typ-1-Diabetiker

  • bei Kindern (fast Standart)                                                                                                        
  • vor und währen einer Schwangerschaft
  • bei ausgeprägtem Morgenannstieg der BZ-Werte (Dawn-Phänomen)
  • Bei ausgepräger Hypoglykämieneigung
  • bei ausgeprägter sportlichen Tätigkeiten
  • ....

aus beruflichen Gründen

  • täglich wechselnden Arbeitsplätzen
  • beruflichen Autofahren
  • Schichtarbeit, bes. mit Nachtdiensten
  • ....

Weitere Vorraussetzungen für die Genehmigung sind

  • eine zuverlässige, regelmäßige Selbstkontrolle. es müssen für 3 Monate lang die BZ-Werte und die Insulindosen vergelegt werden.
  • eine kürzliche durch geführte ICT-Schulung.
  • eine Insulinpumpenschulung sollte begonnen sein.

Bei den meisten gesetzlichen Kassen und deren angegliederten MDK, dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen, ist das Zulassungsverfahren nicht immer objektiv nachvollziehbar. So werden von den Kassen eine 3-monatige überkorrekte Führung eines Diabetikertagebuchs verlangt. Wenn darin Etwas fehlt kann der Antrag aus formalen Gründen abgelehnt werden. Diabetikertagebücher werden heutzutage im digitalen Zeitalter von jungen Menschen selten geführt.

Mit der Barmer-GEK haben wir einen Sondervertrag.  Als Diabetologikum DDG mit hohen diabetesspezifischen Qualitätsstandarts gibt es ein vereinfachtes Antragverfahren. Es genügt ein Rezept, wenn wir die Indikation zu einer Pumpembehandlung gestellt haben.

Insulinpumpentherapie

Insulinpumpentherapie

Wir arbeiten mit mehreren Herstellern zusammen, benutzen aber nur Systeme, die wir intensiv kennen und beherrschen und Ihnen auch empfehlen können. Dazu gehören die Medtronic-Pumpen, Paradigm, VEO, 640G, 670G, Accu-Chek Combo, Insight, Mylife Ypso-pump, Omnipod, Dana Diabcare RS, und Weiteren.
Insulinpumpen wird überwiegend von Typ-1-Diabetiker benutzt. Sie erfordern eine internsive Außeinandersetzung mit der Materie und sind für Menschen, die hoffen, der Diabetes lasse sich damit quasi automatisch regeln ohne intensive Auseinandersetzung mit der Materie, eher nicht geeignet.
Wir führen spezielle Kurse zur Insulinpumpenbenhandlung durch. Vor der Entscheidung ob eine Pumpenbehandlung überhaupt in Frage kommt bieten wir regelmäßig Infostunden an. In diesen kömnen sie die verschiedenen Modelle "in die Hand nehmen", die Besonderheiten wie mit und ohne Schlauch, die Handhabungen und Besonderheiten und Möglichkeiten der gebräuchlichen Systeme und die Kompatibilität mit CGM-Systemen, ggf. die Erweiterungsmöglichkeiten wie Loop-Optionen und Perpektiven mit erfahrenen Diabetesberaterinnen und in der Gruppe diskutieren, bevor Sie sich für ein System entscheiden.
Es gibt Insulinpumpen, die möglichst einfach zu bedienen sind. Daneben gibt es Pumpen ohne Schlauch, sogenannte Patchpumpen.
Andere Pumpen kommunizieren mit einem CGM-System und können die Insulinzufuhr bei drohender Unterzuckerung selbstständig unterbrechen.
Auch Pumpen, die neben einer Hypoanschaltung m Automodus bei erhöhten Werten die Insulinzufuhr anpasst sind mittlerweile verfügbar. Es sind komplexe Systeme.
Ev. kommen auch Pumpen, die in Kombination mit CGM und Handy über Algorythmen miteinander kommunizieren, sogenannte APS (Artifiziell pancreasSysteme) auch (hybrid)-loop-Systeme genannt in Betracht. Zumindest sind Insulinpumpen, die solche Optionen bieten zu überlegen. (dies erfordert allerdings einen hohen Aufwand, der zur Zeit nur DIY (do it yourself) zu bewerkstelligen ist.)
 
Die Diskussion dieser Optionen sprengt allerdings regelhaft den Rahmen einer jeden Sprechstunde. Deshalb haben wir dies in Infostuden und spezielle Kurse gefasst in denen solchen solche spezielle Fragen mit erfahrenen Diabetesberaterinnen erörtert werden können. Unsere Diabetesberaterinnen helfen konkret auch bei der Beantragung.
Die Vorraussetzung für einen positiven Bescheid der Krankenkassen und des MDK (Medizinsichen Dienst der Krankenkasse) sind eine gute Dokumentation der Werte, gute Kenntnisse der internsivierten Diabetesbehandlung (ICT) (relativ aktuell durchgeführter Diabeteskurs) und weitere Erfüllung der Kriterien. Dies kann insgesamt mehrere Monate dauern.

Neue Pumpen und Entwicklungen

Es ist eine große Dynamik mit vielen Entwicklungen, neun Technologien, Algorhythmen, Apps usw. festzustellen.

Es ist kaum möglich, diese Seite aktuell zu halten.

Aktuelle Vergleiche finden Sie auf den Seitern der AGDT, der Arbeitsgemeinschaft Diabetestechnologie der Diabetes-Gesellschaft. Hier werden die Modelle möglichst objektiv beschrieben. so dass die Steckpunkte zur AID  als Startpunkt zur Recherche gut geeignet ist.

Diese Seiten sind Aktueller als Unsere.

 

Accu-Chek Inside mit DBLP1

Accu-Chek Inside und Combo

2021 startet Accu-chek durch. Durch die Zusammenarbeit mit dem Dexcom G6 Sensor und der Zusammenarbeit mit der französichen Firma Diabeloop enstand. das erste komerziell erhältliche AID-System.

Ein selbstlernendes System, man gibt ein paar Eckdaten ein, danach braucht man nur noch einzegeben, ob eine kleine, mittlere oder große Mahlzeit gegessen wird. Das System lernt einen kennen und stellt sich darauf ein. Es arbeitet nicht nur mit selbstanpassender Basalrate, sondern gibt auch Boli ab.

Das dazu gehörige Handy passt in Schutzhüllen für Samsung Galaxy S8 und sollte auch mit einer Panzerfolie geschützt werden, da bei Verlust oder Defekt auch die gelernten Algorhythmen verloren gehen.

 

Steckbrief der AGDT.

Zur Zeit (7-22) ist das System nicht mehr lieferbar (angeblich gibt es keine Pumpen mehr.

Alle hofeen wohl auf eine neue Patch-Pumpe (ohne Schlauch)von der Firma, die Solo, die dann ev. mit Diabeloop und dem Dexcom G6 korrsepondieren soll. Diese Politik der Fa Roche strapaziert meine Contenance.

 

Accheck Inside mit BedienlementDie Inside ist eine bewährte Pumpe, leider nur mit vorgefertigtem Insulinreservoir mit Novorapid Pumpcard (warum ist FIASP nicht zugelassen?), die nur 160I.E Insulin enthalten und damit nur für Menschen mit niedrigem Insulinbedarf geeignet sind. Sie konnte bislang direkt oder von einem  Diabetesmanager gesteuert und ausgelesen werden. Der Diabetesmanager wurde vom Markt genommen, ebenso wie nun auch die Pumpe.

 

Für eine eingeschweißte Urlaubspumpe verlangt Roche 120€ Leihgebühr, auch bei Nichtbenutzung.

 

 

Gebräuchlich, auch wegen des Ausbau zum DIY  AID-System ist die Accu-Chek Combo, die immer noch geliefert wird und ein Reservoir mit 300E hat.

 

 

 

 

 

Dana RS

Dana RS

Dana-RS-anthrazit

Die Dana-RS ist die Weiterentwicklung der Dana-R und IIS-Pumpe. Es ist die erste Pumpe mit guter Remote-Funktion, die komplett per App steuerbar ist, der Dana-Ap, mit Android und IOS Bluetooth Low Energy (BLE).

Sie ist klein (92 x 45 x 20 mm (inkl. Reservoirkappe))  und leicht, 62 g (inkl. Batterie), das Reservoir fasst 300IE beliebiges Insulin. Die Dana-RS ist spritzwassergeschützt. Sie hat 4 Basalraten mit 0,1 l.E./h und 0,01 l.E./h-Stufen bei std. Basalrateneinstellung.

Die Bolus sind gut abgestuft von 0,05 l.E.bis 1,0 l.E mit den üblichen Bolusarten und Boluskaltulator, daneben sind individuelle Boli einstellbar mit Erinnerungsmöglichkeit

Es gibt 21 verschiedene Menü-Sprachen, 3000 Ereignisse können gespeichert werden.

Die 3,6V Batterie soll 3-4- Wochen halten, aber in Deutschland weniger gebräuchlich.

Als Katheter gehen die Orbit Katheter, Easy release,  bzw. alle Katheter mit LuerSystem

t:slimx2 mit Controll-IQ

T:slimx2 mit Controll-IQ

Die T:slimx2 der Firma Viital Aire  gibt es in Deutschland seit 7-20.

Sie arbeitet mit dem Dexcom G6 CGM zusammen, hat eine automatische Hypoabschaltung. Nun verfügt Sie per update, das "auf Rezept" verschrieben werden muss, wird sie über eine Basal-IQ-Technologie die Insulinabgabe intelligent und automatisch steuern. Das Reservoir fasst 300IE Insulin und muss mit Spritze und spezieller Zeremonie mit Humalog oder NovoRapid gefüllt werden. Die Pumpe hat einen Akku und wird per Micro-USB in kurzer geladen. Hierüber können auch Software-Updates erfolgen. Die Funktionen der Pumpe können Simulator- App ausprobiert werden. Als Katheter gehen wegen des neuen T:lock Anschluß nur eigene Katheter mit 6+9mm -Nadeln und 60 + 110cm Schlauch, dafür in mehreren Farben.

Es gibt 6 Basalraten und eine temp. Basalraten bis 72 Stunden. Ene Steuerung per Handy ist aus Sicherheitsgründen nicht vorgesehen.

Es ist eine moderne Insulinpumpe, die fast sämtliche Wünsche erfüllen kann.

Nachteile: Es gibt keine Fernbedienung (auch nicht geplant). Die Pumpe kann bislang nur mit einer speziellen Software "Diasend" ausgelesen werden( die wir in der Praxis nicht benutzen.)

Seit 2022 arbeitet die Pumpe mit der Software Control-IQ mit dem Dexcom Sensor zusammen und bildet ein modernes AID-System mit rel. offenem Algorytmus (vielen Einflußmöglichkeiten).

Steckbrief der AGDT.

 

Omnipod

Omnipod

Der Omnipod ist eine sogenannte Patch-Pumpe ohne Katheter. sie fasst ein Reservoir von 200E beliebiges Insulin, muss alle 3 Tage gewechselt werden und kann nur mit einem Persönlichen Diabetes Manager, PDM ferngesteuert werden.

Ein ein neues PDM, das Omnipod Dash-System, das auch mit Smartphone-Steuerung klappen soll, gibt es seit 2020.

Seit Januar 2022 gibt es nun auch ein AID-System mit der Omnipod, s. hier.

Es gibt 5 Basalraten, verschieden Boliarten und die übliches Optionen einer moderne Pumpe.

Wenn mann alle 3 Tage einen neuen Pod mit Insulin per Injektion füllen muss und den Pod wechselt, kommt mam im Monat auf eine Menge Müll. Aber dafür ohne Katheter.

Auch das Omnipod System lässt sich mittlerweile in ein DIY Loop-System aufbauen.

2021 rechnen wir mit Horizon6, einer Gemeinschaftsentwicklung von Abbot, Freestyle und Insulet, einen kommerziellen  closed loop system mit dem Dashboard als Handysteuerung.

Ebenso arbeitet Insulet mit Tidepool zusammen um, neue Wege der Verknüfung verschiedener System zu ermöglichen.

Medtronic

Medtronic 670G +780G

Medtronic 670GSeit 9-19 gibt es die lang ersehnte Medtronic 670G in Deutschland.

Es ist ein sogenanntes Hybrid-Close-Loop -System. Der Enlite 3 Sensor (CGM-System) kann im Auto-Modus über zu definierenden einen Algorhythmus die Insulinabgabe der Pumpe steuern und bis auf unlogische Extremzustände den Blutzucker in einem möglichst engen Bereich auf minimal 120 einstellen. Dadurch ist die 670 leider wegen sicherheitstechinischer Gründe nicht für Schwangere geeignet.

Die Handhabung der Medtronic 670 ist dermaßen vielseitig, das wir die Beantragung des Gerätes erst nach einer speziellen ausführlichen Beratung beginnen. In dieser Beratung wird die Interessenten intensiv in der Handhabung des 760-er, ihrer vieler Vorteile, aber auch des hohen Aufwands aufgeklärt. Erst danach beginnen wir mit den Formalitäten und Bestellungen. "Es passent" geht die 670 nicht.

Für ungeduldige Menschen, die hoffen die 670 gehe automatisch und stelle den Zucker ohne Aufwand quasi nebenbei ein, ist das System sicher nicht geeignet. Es erfordert mehr Mitarbeit und Zeit als eine "einfache" Pumpe und ist technisch hochkomplex. Mehrere Wochen Einarbeitungszeit werden verlangt.  Zum Beispiel müssen KE (BE)-Faktoren und Korrekturalgorythmen sicher beherscht, laufend überprüft und angepasst werden. Man kann diese Pumpe nicht einfach laufen lassen.

Menschen, die die Pumpe sauber und mit Hilfe einstellen, und dann weitgehend " laufen" lassen, profitieren sehr von dem ausgereiftem System.

Die 780 G ist das aktuelle Modell. Der Enlite 3 Sensor muß nicht mehr kalibiert werden. Dies ist der größte Vorteil. Eine Kalibirierung ist zusätzlich möglich und wird bei unlogischen Werten gefordert. Die Geräte kommunizieren mit einer Handy-App. diese kann die Daten graphisch auswerten. Eine Bedienung des Systems mit dem Hyndy ist nicht vorgesehen.

Steckbrief der AGDT.

Medtrum 6 Touch Care System

Medtrum A7 Touch Care

Die Medtrum ist eine neue Patchpumpe und CGMS aus einer Hand. Sie Ist völlig wasserdicht und wird nun über ein Handy gesteuert. Das Reservoir erfasst 200.IE beliebiges Insulin, wie alle Patchpumpen. Der Batterieteil kann separat getrennt werden .Ideal in Kombination mit eigenem CGM-System C7. Wir hatte die Gelegenheit 2019 den Vorläufer A6 zu testen. Einige mochten es, anderen war das Gehäuse zu eckig und störend beim Drehen im Bett. Das PDM wurde nun durch die Handybedienung ersetztund ist jetzt per App gut bedienbar.

Die Pumpe und das PDM ist gut vernetzbar und konpatibel zu verschieden Wearable, wie Smart-Watches, s. hier.

mylife Ypso-Pump mit CamAPS FX App

Mylife Ypso-Pump

Die Ypsopump kommt mit der Absicht, eine einfach zu bedienende Katheterpumpe mit Touchscreen auf den Markt zu bringen.
Das Reservour benutzt vorgefertigte Novorapid Pumpcards , kann aber auch mit anderen  Insulinen selbst befüllt werden mit 160 IE Inhalt. Gewicht 83 Gr. komplett gefüllt. Maße: 7,8 cm × 4,6 cm × 1,6 cm. Die verschiedenen Boli können in Schritten 0,1 U, 0,5 U, 1,0 U und 2,0 U abgegeben werden. Die nur 2 Basalraten können im Schritten con 0 - 40E/St gegebn werden. Die Pumpe kann per Bluetooth die Daten auf Computer oder App weitergeben. Eine Remotefunktion ist noch nicht vorhanden. Die YpsoPumpe arbeitet zusammen mit den Ypsomed-Kathetern.
 
Die Ypso-Pump arbeitet seit 2022 mit der CamAPS  FX App zusammen. Diese wurde von Roman Howorka, einem englischen Kinderdiabetologen entwickelt-
Es ist ein selbstlernendes, adaptives System, das nur weinige Basisparametern wie Gewicht, Tagesgesamtdosis, und KE-Verhältnis benötigt.
Die Pumpe arnbetet mit vrogefüllten Novo-Patronen (NovoRapid und Fiaspzusammen oder sebstbefüllbaren Glasreservoiren.
 
Alles wird mit dem eigenen Handy gesteuert. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die App hier zusammen mit der Ypsop-med Pumpe. (Die App funktioniert auch mit der Dana-Pumpe. Hier übernimmt die KK die Kosten noch nicht (Stand 7-22)).

Kontakt

Diabetes am Ring
Dr. med Matthias Riedel, Sigrid Hermes
Hohenstaufenring 30-32, 50674 Köln
Telefon: 0221 35505880
Mail: Diabetes@Koeln.de

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